Einiges über Lautsprecher

Das Funktionsprinzip eines dynamischen Lautsprechers ist einfacher als man denkt. Die Bewegung des Membrans entsteht durch die Lorenzkraft. Diese Funktion könnt ihr Euch auf folgendem Link näher anschauen.

Walter Fendt´s Darstellung der Lorenzkraft


Bitte mit der Maus über die Bauteile fahren, um passende Bezeichnuung anzuzeigen zu lassen.

Der Stromdurchflossene Leiter stellt die Spule in Verbindung mit Spulenträger und Membran dar. Die restlichen Bauteile des dynamischen Lautsprechers erklären sich fast von selbst. Die Zentrierspinne hält den Spuleträger in einer stabilen mittigen Position. Die Sicke hat eine ähnliche Funktion und stellt ein flexibles Element zwischen Membran und Gehäuse dar. Wo wir schön beim Gehäuse sind, welches alle Bauteile zusammenhält und als starrer Grundkörper fungiert. Die Staubschutzkalotte hat die Aufgabe, alle Fremdkörper und Staub aus dem Bewegungsmechanismus des Magnetes und des Luftspaltes fernzuhalten. Der Luftspalt ist nötig um ein gewisses Bewegungsspiel und eine Luftverdrängung sicherzustellen. Die Kühlbohrung ist nicht bei jedem Lautsprechermodell zu finden. Sie sorgt dann für zusätzliche Kühlluft, denn bei so vielen und schnellen Bewegungen wird die ganze Sache gern sehr heiß ( bei Hochtönern nicht selten bis 800°C ). Durch die Bewegungen des Membrans wird eine Schallwelle erzeugt, die man dann als Ton hört.

Hier noch einiges über Lautsprecher

Wer in seine Anlage investiert, der will für sein Geld einen ordentlichen Gegenwert bekommen. So kann man sich stundenlang mit den Funktionen eines neuen Radios beschäftigen, ein frisch erworbener Verstärker sorgt im Kofferraum für Eindruck. Bei Lautsprechern ist das was anderes: Irgendwie sehen sie alles ähnlich aus, und wenn man sie erst verbaut hat, sind sie endgültig von der Bildfläche verschwunden. Dennoch muß ihnen extrem viel Beachtung geschenkt werden. Denn was nützen das bunteste Radiodisplay und der massivste Amp, wenn der Sound am Ende von Billigtröten vermasselt wird? Nichts.

Auch wirkt sich eine falsche oder undurchdachte Installation bei keiner anderen Komponente einer Auto-Hifi-Anlage derart drastisch wie bei den Lautsprechern. Deshalb muß beim Entwurf jedes Anlagenkonzepts äußerst gründlich über die Zusammensetzung sämtlicher Speaker nachgedacht werden.

Sollen die orginalen Lautsprecheröffnungen verwendet werden? Welche Lautsprechergröße paßt dort hinein? Lohnt sich der Aufwand, ein Doorboard zu installieren? Wenn ja, wie soll es bestückt werden? Nur die Beantwortung dieser Fragen schützt davor, später einen klangtechnischen Reinfall zu erleben.

Prinzipiell existiert die klassische und relativ einfach zu verbauende 2-Wege-Lösung mit Passivweiche. Hierbei sorgt ein Tief-Mitteltöner ( am besten ein 16er) in der Tür für das Musikfundament und wird in den höheren Frequenzlagen von einem weiter oben verbauten Hochtöner abgelöst.

Andere Systeme setzen auf Unterstützung von Kickbässen, die nur bis ca. 200 Hz spielen und einen fetzigen, impulsiven Bass produzieren. Am besten kombiniert man solche Kickbässe mit 13-cm- oder 10-cm-Kombosystemen, die möglichs auf Amaturenbretthöhe eingebaut werden und die Musik von dort aus ab 200 Hz wiedergeben. Auf diese Weise läßt sich eine imposante Bühnenabbildung erzielen, die von einem normalen 2-Wegesystem schwerlich erreicht werden kann.

Natürlich muß beim Einbau der Lautsprecher auch auf eine ordentliche Dämmung geachtet werden, um das Bassfundament nicht durch Resonanzen des Autobleches zu verlieren. Auch lästige Klappergeräusche lassen siche auf diese Art vermeiden.

Wer gern experimentiert und das Letzte aus seinen Lautsprechern herausholen möchte, der kann seine Anlage vollaktiv betreiben. Dabei wird jeder Lautsprecher von einem eigenen Kanal gesteuert, so daß sich der Pegel und die Trennfrequenz jedes Chassis optimal an die Gegebenheiten im Fahrzeug anpassen lassen. Wem das zu aufwendig ist, der greift auf passive Weichen zurück, auf denen ich später in einem anderen Kapitel näher eingehen werde.

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